Lichtdruckkunst Leipzig e.V.
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Eine kurze Einführung

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts gab es allein in Deutschland über 200 Lichtdruckereien. Inzwischen kann eine Reihe lichtdruckspezifischer Arbeiten - Postkarten oder andere Massenauflagen - mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen und Druckverfahren wesentlich schneller und billiger ausgeführt werden, und so nimmt es nicht Wunder, dass heute weltweit nur noch eine Handvoll Lichtdruckwerkstätten existiert.

Warum also Lichtdruck?

Da bleibt immer ein kostbarer Rest. Welcher Kunstkenner und Kunstliebhaber will schon die geheiligten 42 Zeilen der Gutenbergbibel in Rasterpunkte aufgelöst wissen? Lichtdruckreproduktionen von Stichen, Radierungen, Lithografien, Handzeichnungen, Aquarellen, Frottagen, Fotografien, Noten- und Schriftautographen bieten sich zum Beispiel an, wenn es gilt, wertvolle Originale, die besser im Safe aufbewahrt werden, für Ausstellungszwecke durch originalgetreue Reproduktionen - Faksimiles - zu ersetzen. Sehr alte, kulturhistorisch wertvolle Blätter können so vor schädlichen Einwirkungen wie Klimaschwankungen und Licht bewahrt bleiben. Auch für Künstler war und ist der Lichtdruck immer interessant. Marc Chagall, Max Ernst, Joseph Beuys, Henry Moore; Richard Hamilton und Gerhard Richter konnten sich dem Reiz dieser faszinierenden Technik nicht entziehen. Künstlerisch arbeitende Fotografen fühlen sich von der eigenwilligen Anmutung eines Lichtdrucks angezogen.

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