Lichtdruckkunst Leipzig e.V.
Geschichte-Allgemein Seite 3/3          


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Der Wettlauf gegen den überwiegend quantitätsorientierten Offsetdruck ging wohl in die Irre.
Wer die substantiellen Eigenheiten der Gelatine (hygroskopisch, viskos und instabil) nicht in
Kauf nehmen will - oder kann - muss auf ihre bis heute unübertroffenen Vorzüge - das Echte,
Unverfälschte - verzichten.

Daguerre, der Erfinder der Fotografie - dieser dem Lichtdruck so verwandten Kunst - fasste
diese Erkenntnis vor cirka 150 Jahren in folgende Worte: "Die Natur hat ihre Einfachheit und
Wahrheit, die man sich wohl hüten muß zu zerstören."

Inzwischen weiß man nur noch von drei arbeitenden Werkstätten weltweit: in Kyoto, Florenz
und Leipzig. Alle drei arbeiten mit Flachformmaschinen und traditioneller Technologie.

Erfreulich ist die Wiederentdeckung des Lichtdruckprinzips durch Künstler (vor allem
Fotografen) und deren Studenten an einigen wenigen Hoch- und Fachschulen. Dort und in
mancher längst überflüssigen Waschküche experimentieren wieder weltweit einzelne Künstler
und Drucker und drucken an kleinen Eigenbaupressen ihre Werke im Lichtdruck.



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