Lichtdruckkunst Leipzig e.V.
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Künstler und Lichtdruck

In den letzten Jahren fanden Künstler mit der ihnen eigenen Kreativität in Zusammenarbeit mit den Leipziger Lichtdruckern völlig neue Wege bei der Nutzung dieser historischen Technologie. Die wesentlich von handwerklichem und künstlerischem Einfühlungsvermögen bestimmten Arbeiten des Lichtdruckers sowie gewisse Manipulationen bei der Druckformenherstellung während des Einrichtens und Druckens ermöglichen dem Künstler die Herstellung von Lichtdruck-Originalgrafik. Dabei findet das Prinzip der verlorenen Form Anwendung, sowohl als immer wieder überarbeitete Kopiervorlage als auch - bei Ausschaltung des Belichtungsprozesses - vermittels partiellem Härten der Druckschicht mit geeigneten Gerbmitteln durch den Künstler. Die so entstandenen Kleinauflagen werden vom Künstler nummeriert und signiert.
 

Lichtdruck- Originalgrafik – Was ist das?
Im Prinzip gibt es zwei Varianten:

1. Variante
Der Künstler bringt seine einzelnen Farbvorlagen als Film oder ähnliches mit. Die einzelnen Farben werden auf die Gelatineschicht kopiert und gedruckt. Es können Filme sein oder auch Folien die geschabt, gekratzt oder anderweitig partiell lichtundurchlässig gemacht wurden.
Papierformat: min: 35 x 40 cm; max. 70 x 100 cm
Druckformat: von „Briefmarke“ bis max. 60 x 80 cm

2. Variante – Druck mit einer verlorenen Form
In enger Partnerschaft zwischen Künstler und dem Lichtdruckerteam ist es möglich eine Lichtdruck Originalgrafik entstehen zu lassen.
Es wird eine Glasplatte mit einer speziellen Gelatineschicht in die Druckmaschine eingelegt und der Künstler kann die Schicht entsprechend seines Entwurfes mit diversen Chemikalien so verändern, dass druckende und nicht druckende Elemente entstehen, die sich dann zum Gesamtbild fügen. Dabei können Farben sowohl übereinander als auch nebeneinander mit allen gewünschten Übergängen gedruckt werden. Strukturen der zuvor gedruckten Farben können erhalten, gemildert bzw. abgeschwächt oder auch ganz zurückgenommen werden.
Die zur Verfügung stehenden Farben können natürlich entsprechend gemischt und auch direkt gedruckt werden.
Der Druck erfolgt in der Regel von einer Platte, so dass Passerprobleme nahezu ausgeschlossen sind.
Begonnen wird bei dieser Variante in der Regel mit 50 bis 100 Bogen und am Ende der Arbeit wird eine Auflage von 30 Expl. angestrebt.

Die Herstellung einer solchen Lichtdruckgrafik kann bei guter Vorbereitung an einem Tag erfolgen.

Der Ablauf:
In einem Vorgespräch zwischen Drucker und Künstler werden die Wünsche und Vorstellungen besprochen. Neben dem Kennen lernen soll herausgearbeitet werden, wie die Grafik aussehen soll. Die Anmutung des vorgesehen Ergebnisses soll herausgearbeitet werden, d.h. soll der Lichtdruck am Ende der Arbeit einen warmen Ton haben, oder kalt und Hart wirken oder eben eine alle andere Spielart der Ausdrucksweise haben.

Diese Klärung vorab ist ein wichtiger Fakt für die Entscheidung des Druckers zur Farbreihenfolge und dem damit verbundenen Aufwand (Bsp.: die Reihenfolge 1 Farbe Schwarz und 2. Farbe Gelb erfordert einen ungleich höheren Aufwand beim Waschen der Farbwalzern als umgekehrt).
Weiterhin ist es notwendig über die Strukturen des Bildes zu sprechen, um die  Gelatineschicht, von der gedruckt wird zu bestimmen.


In der Werkstatt des Lichtdruck-Kunst Leipzig e.V. arbeiteten in den letzten Jahren neben anderen die hier aufgeführten Künstler:

Katrin Kunert

Frieder Heinze

Neo Rauch

Barbara Beisinghoff

Jürgen Brodwolf

Madeleine Heublein

Eberhard Hertwig

Oliver Kossak

Tim Rautert

Rolf Kuhrt

Peter Krauskopf

Rosa Loy

Jakob Mattner

Manfred Martin

Osmar Osten

Gudrun Petersdorf

Matthias Thorn

Ulrike Vetter

Andreas Wachter

Olaf Wegewitz

u.v.a.


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